![]() |
| Kata Tjuta (Olgas) NT Australien |
Früher galt der Uluru als der größte Monolith der Erde. Jetzt weiß man, daß er "nur" der zweitgrößte ist. Man nimmt allerdings an, daß Kata Tjuta (Olgas) die Reste eines wesentlich größeren Berges sind, als es der Uluru ist. Durch die Verwitterung, verursacht durch Wind und Wetter, blieben die jetzt sichtbaren Reste über. Die Olgas liegen etwa 36km Luftlinie westlich vom Uluru und sind etwa 55 Kilometer von Yulara entfernt. Von der Abzweigung zu den Olgas sind es 44 Straßenkilometer, wobei nach den ersten 24 Kilometern ein Aussichtspunkt kommt. Man hat einen wunderschönen Ausblick auf die Kata Tjutas und den Uluru. Dieser Punkt ist nicht zu übersehen, da es eine der wenigen kleinen Erhöhungen in der Umgebung ist und ein asphaltierter Parkplatz die Stelle sehr markant macht.
Zu unterschätzen ist dieses Areal allerdings nicht. In den vielen Tälern des etwa 35 Quadratkilometer großen Gebietes kann man sich leicht verlaufen. Der Sonnenauf- und Untergang ist auch hier sehr spektakulär.
Es gibt zwei lohnenswerte Wanderwege, den Kata Tjuta Walking Track und den Walk durch das Valley
of the Winds. Letzterer ist etwa 7 Kilometer lang und von außergewöhnlichem Reiz. Allerdings kann er nach 11 Uhr wegen extremer Temperaturen ab dem ersten Lookout Point gesperrt sein (nicht etwa nur ein Schild, ein Ranger wacht dann darüber, daß nicht doch jemand versucht, diesen Weg noch zu begehen). Wenn man sich für diese Wanderung entscheidet, sollte man pro Person einen Liter Wasser pro Stunde einplanen. Für die Wanderung selbst sollte man etwa zweieinhalb Stunden veranschlagen und nicht zu stolz sein, einige Pausen unter dem einen oder anderen Schatten spendenden Baum zu machen. In der Winterzeit bleibt hier die Hitze aus und man kann mit einer "Wandertemperatur" von etwa 20 Grad rechnen.
Starten sollte man die Wanderung zum Valley of the Winds gegen den Uhrzeigersinn. So hat man die schönsten Ausblicke immer vor sich kann alles während des Gehens genießen. Außerdem ist dann das leichtere Stück des Weges am Ende. Diese Entscheidung muß man bei einer Brücke treffen, wo man rechts abbiegen sollte. Die riesigen Kuppeln der Kata Tjutas sind auf jedem Schritt ein optisches Erlebnis. Sobald man vom normalen Weg abgebogen ist, also die Kletterei ein wenig beginnt, sieht man diese Sandsteinfelsen hautnah. Ein schmaler Weg führt durch die Vegetation, bis wieder ein Aufstieg beginnt, der zu einem kleinen "Paß" führt. Manchmal (uns ist es im austr. WInter aufgefallen) kann auf diesem Teil des Weges richtige ""Raupen-Invasionen beobachtet werden. Viele kleine schwarze Raupen liegen kreuz und quer über die Felsen und den Weg verteilt. Auf dem Paß angelangt hat man einen wunderbaren und tollen Ausblick auf einen weiteren Teil der Kata Tjutas, welchen man während des Abstieges die ganze Zeit genießen kann. Der restliche Weg ist sehr flach und führt an einige Kuppeln vorbei zur Notfalls-Wasserstation. Danach kann man in einem Flußbett entlang bis dem Punkt gehen, wo der Weg wieder zu der anfänglichen Brücke führt. Zurück zum Parkplatz geht es dann den selben Weg wie zu Beginn.
Auf dem gesamten Weg gibt es zwei Notfalls-Wasserstellen, wo man sich jederzeit Wasser besorgen kann.
Der Sonnenuntergang kann von einem etwas vorgelagerten Parkplatz aus (siehe Karte) beobachtet werden. Ein eigenes Areal bietet die Möglichkeit dazu. Hierher kommen auch Busse und Touren die ein sogenantes Sunset-Picknick veranstalten und Grillen und/oder Sekt während des Sonnuntergangs trinken. Auf dem Parkplatz befinden sich auch die einzigen Toiletten der Umgebung.
Ein weiterer sehenswerter Punkt ist die Kata Tjuta Gorge. Der Hin- und Rückweg dauert etwa 50 Minuten und ist leicht zu gehen. Diese Schlucht ist zwar sehr interessant anzusehen, aber sicher nicht so imposant wie "Valley of the winds".
kata tjutas, uluṟu kata tjuṯa, reisebericht kata tjuta,kata tjuta national park
