Kings Canyon, NT Australien Reisen Urlaub Tipps Hotels

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Der Kings Canyon ist, egal von welcher Seite man kommt, schon von der Ferne zu sehen. Er hebt sich, wie die Olgas oder der Ayers Rock, von seiner flachen Umgebung ab.
Kommt man über die Mereenie-Loop vom Westen her, so hat man bereits mindestens 200 Kilometer Schotter- und Sandstraße hinter sich. Die Mereenie-Loop verbindet Hermannsburg (Larapinta Drive) und den Namatjira Drive mit dem Kings Canyon Resort und damit auch über den Lasseter Highway mit dem Ayers Rock Resort. Etwa 70 Kilometer vor dem Kings Canyon Resort kommt man zu einem Lookout, von wo man die Erhebung des Canyons besonders schön sieht. Besonders eindrucksvoll ist dieser Platz kurz vor Sonnenuntergang und ist eigentlich empfehlenswerter als der Sunsetpoint beim Canyon selbst. Die letzten Kilometer zum Canyon selbst sind bereits asphaltiert.
Vom Osten führt die asphaltierte Ernest Giles Road zum Resort. Fährt man entlang der Ernest Giles Road zur Abzweigung Luritja Road, sollte man laut manchen Karte meinen, daß die Luritja Road als Kreuzung in die Ernest Giles Road mündet. Tatsache ist jedoch, daß die Luritja Road übergangslos in die Ernest Giles Road übergeht und die Ernest Giles Road als Abzweigung weiter in Richtung Osten weggeht.
Kings CanyonDas Kings Canyon Resort bietet alle wichtigen Dinge wie einen kleinen Supermarkt, ein Restaurant und Pub, als auch ein etwas gehobenes Restaurant (Voranmeldung erforderlich), Hotel (FLAG) und einen Campingplatz (wo sich auch Restaurant/Bar/Supermarkt befinden). Eine Tankstelle mit den sicherlich teuersten Preisen in der ganzen Umgebung ist auch zu finden (99 Cent/Liter Diesel - Stand Juli 98. Vergleich Yulara: 89 Cent). Die Rezeption für Campingplatz und Hotel liegt gleich neben der Straße (nicht neben dem Campingplatz) wo man auch zahlreiches Infomaterial bekommt. Hier kann man auch Touren, Hubschrauberrundflüge etc. buchen. Der Campingplatz kostet 17.50A$ ohne Strom und 22 A$ mit Strom für Auto + 2 Erwachsene.
Ausblick vom CanyonDer Kings Canyon selbst liegt knappe 9 Kilometer östlich des Resorts (asphaltierte Zufahrt Richtung Norden, 6 Kilometer vom Resort bis zur Abzweigung und dann 2.6 Kilometer bis zum Parkplatz) und ist gut beschildert. Ein großer Parkplatz bietet Platz für PKWs und Busse. Hier befindet sich auch ein überdachter Schauraum mit Karte und Relief der Umgebung und etwas abseits sind die Toiletten.
Im Kings Canyon kann man 2 Touren machen. Die erste ist eine etwa 4 Stunden-Tour um den Canyon mit wunerbaren Ausblicken und die zweite Tour ist eine 30-45 Minuten-Tour in den Canyon.
Für die große Tour sollte man den Weg linkerhand (Blaue Markierung) folgen. Der Vorteil liegt darin, daß man am Anfang das steilste Stück hinter sich hat und danach die schönen Ausblicke vor sich.  Wenn man am Ende der Tour müde wird, befindet man sich bereits wieder auf einem Wegstück, wo die Aussicht nicht mehr so grandios ist, der Abstieg nicht mehr so schwer und man kann sich leichter auf den Weg konzentrieren. Geht man die Tour umgekehrt an, so hat man mindestens 45 Minuten den weniger interessanten Teil vor sich und danach oftmals schöne Aussichten im Rücken. Bei Ermüdung versäumt man gerade dann im letzten Drittel das wunderbare Panorama und muß sich noch das letzte steile Stück hinunter quälen.
The BridgeHat man das erste Stück überwunden, beginnen hat man schon einen schönen Überblick über die Gegend. Bei schönem Wetter kann man das Resort und noch viel weiter sehen. Einige Zeit später folgt linkerhand die "Lost City", welche aus Sandsteinkuppeln besteht. Danach kommt man zu einem Punkt, der einen grandiosen Blick in den Canyon freigibt. Über eine kleine Brücke (daneben sieht man die sogenannte Bridge, bestehend aus einem Baum) kommt man zu noch einem besseren Blickpunkt. Die riesigen bis zu 200 Meter hohen Abbruchkanten sind absolut faszinierend.
Nun geht es über Holztreppen in einen Teil des Canyons hinein. Über eine Brücke kommt man auf die andere Seite. Hier findet man einen Flußlauf und Palmen. Wer will, kann dann auch noch kurz einen Abstecher zum "Garden of Eden" machen. Vor der (Aufstiegs)Holztreppe biegt ein Weg rechts ab. Am Ende des Weges am Fuße dieses Canyonteiles gelangt man zum "Garden of Eden" - ein Süßwasserpool in einem Canyon-Kessel. Dieser Pool lädt in der warmen Jahreszeit zum Baden ein, wo man herrlich seine Gedankenbaumeln lassen kann und alles um sich vergessen. Der Flußlauf der vorher von der Brück aus zu sehen war, speist diesen Pool. 
Garden of EdenUm den Weg fortzusetzen, muß man wieder zurück bis zu der Holztreppe. Oben angelangt sieht man in westlicher Richtung viele Sandsteinkuppel - ein Teil der Lost City. Der Weg geht weiter in Richtung Osten, bis man direkt über dem "Garden of Eden" angelangt ist und von oben in den Pool einsehen kann. Etwas weiter des Weges kommt man wieder zu einem Punkt, von wo aus man auf die gegenüberliegende Abbruchkante des Canyons sehen kann - messerscharf und kerzengerade.
Von hier an geht es wieder zurück zum Parkplatz. Da hier (unserer Meinung nach) die Höhepunkte vorbei sind - was aber nicht heißen soll, daß die Gegend uninteressant ist - kann man sich auf den Abstieg konzentrieren. Der Weg ist hier leichter zu gehen, da er flacher ist, als der Aufstieg zu Beginn.
Ebenfalls vom Parkplatz führt die etwa 45 Minuten-Tour (hin und zurück) in den Canyon. Der Weg ist einfach und ohne größere Anstrengungen zu gehen. Man kann die Abbruchwand nun von innen sehen. Leider führt der Weg nicht bis zu dieser Abbruchwand. Er Weg führt teilweise durch Wald bis er an großen Gesteinsblöcken endet. Von hier könnte man nur mit Klettern weiter.