Mit etwa 79.000 Einwohnern besitzt diese Stadt etwa 50% der Population des ganzen Nord Teritoriums (78.000 Einwohner).
Von November bis April ist hier die Zeit des tropischen Sommers und der Hurrikans, von den Aborigines auch Gudjeweg genannt. In dieser Zeit sind oft spektakuläre Regenfälle, die auch die Nationalparks, sowie die Straßen oftmals "ertränken". Der schlimmste Wirbelsturm war 1974 - Hurrikan Tracy - welcher Darwin fast zur Gänze vernichtet hat. Der Staat wollte Darwin schon aufgeben, nur der Hartnäckigkeit Bevölkerung war es zu verdanken, daß Darwin wieder aufgebaut wurde. Seitdem gibt es T-Shirts mit der Aufschrift:"Whow! What a night with Tracy". Leute die während des Wiederaufbaus dort waren, sagten, daß ein neuer Geist und neuses Flair mit den Neubauten entstand. Die "Darwinites" nützen die Gelegenheit und machten aus ihrer Stadt einen schönen, leuchtenden und lebendigen Ort.

Die `Hauptstadt' des nördlichen Australiens ist oft eine Überraschung für viele Leute. Statt der verbissenen rauhen Stadt wird Sie Darwin als ein lebhafter, moderner Ort mit einer jungen Bevölkerung, einem gelassenen Lebensstil und einer kosmopolitischen Atmosphäre erwarten.
Jahrhunderte lang handelten bereits die Macassans aus Indonesien mit den Küstenaborigines. 1870 siedelten sich hier viele Chinesen an. Im zweiten Weltkrieg spielte Darwin eine Rolle als Front zum asiatischen Raum. Nur diesem Umstand ist es zu verdanken, daß es heute eine Verbindungsstraße, den Stuart Highway, zwischen Darwin und Adelaide gibt. Taucher können hier viele Wracks aus dem zweiten Weltkrieg erforschen.
Darwin ist noch immer so etwas wie ein Grenzort. Die Einwohner sind sehr trinkfreudig - aber es ist nicht einfach einem Bier (oder zwei) zu wiederstehen, wenn die Hitze des Tages den Körper austrocknet. Darwin ist eine Stadt der ethnischen Vielfalt, welche sich in 45-60 verschiedenen ethnischen Gruppen wiederspeigelt. Asiatische und europäische Akzente sind genau so "dick" in der Luft, wie der oft schleppende Aussie-Slang. Aber auch in diesem Schmelztiegel aus den verschiedensten Regionen der Welt drängt sich die asiatische Kultur sehr stark in den Vordergrund.
Viele Leute wohnen nur ein oder zwei Jahre hier und es ist überraschend, wieviele Leute man anderswo trifft, die mal in Darwin lebten. Sie können sich als Territorian bezeichnen, wenn Sie das Klima und die Abgeschiedenheit fünf Jahre ausgehalten haben. Es gibt eine ständige Bewegung von Reisenden, die aus Asien kommen und gehen, oder ihren Trip durch aus Australien machen. Backpacker sind Bestandteil der Alltagsszene.
Darwin ist eine gute Basis für Reisen zum Kakadu National Park und anderen Top End-Naturschauspielen, wie dem Litchfield-Nationalpark.
Darwin hat auch etwas von einer Oase. Egal wohin man weiter will, ob nach Alice Springs, Queensland oder Western Australia, es stehen viele trockene Kilometer dazwischen. Aus diesem Grund verweilen viele einige Tage in Darwin um sich dafür auszuruhen.
Darwin besitzt einen internationalen Flughafen der mehrmals täglich von Innlandsfluglinien als auch von internationalen Linien angeflogen wird.
Die beste Zeit um Darwin zu besuchen ist von Mai - Oktober in der Dry Season - der Trockenzeit. Manche Leute sagen aber auch die Regen- und Zyklonzeit (Wet Season) sei die schönste Jahreszeit. Hauptsächlich ist dies die Meinung der Einheimischen, die dann Ruhe vor den Touristen haben. Aber auch so mancher Tourist schwärmt von dieser Jahreszeit, da zu dieser Zeit die Wasserfälle am spektakulärsten sind. In der Trockenzeit können manche mitunter sogar versiegen. In der Wet Season sind allerdings die meisten Tracks nur mehr mit Allrad-Autos oder gar nicht mehr befahrbar. Aber so mancher Rundflug kann sich dafür lohnen. So gesehen kann man auch die Zeit von Februar-März empfehlen.